Dienstag, 1. September 2026

Nutznießer

Und wer etwas Anderes behauptet, der lügt oder hat keine Ahnung.

Bei dieser Gelegenheit: Im Bildungswesen wird auch zu viel herumgespart von Leuten, die noch nie mit Kindern gearbeitet haben.

Ihr blöden Politikkasper: Geht doch erst einmal RICHTIG arbeiten, bevor ihr das Maul aufreißt! 

Wer von euch hat schon einmal in einem landwirtschaftlichen Betrieb gearbeitet? Mit den Händen? Um fünf Uhr morgens?

Wer von euch hat schon einmal in der Metallverarbeitung geackert? Im Gruppenakkord und Wechselschicht? In einer brüllend heißen Halle im Hochsommer?

Wer von euch hat sich neben dem Studium die Nächte als Taxifahrer um die Ohren geschlagen? 

Schon mal am Fließband Kirschen aussortiert, die direkt aus dem eiskalten Wasserbad auf's Band geschmissen wurden? Acht Stunden lang?

Bürobote oder Postarbeiter in einem Bundesministerium?

Oder gar in meiner liebsten neunten Klasse für ein Jahr den Erdkunde- und Biologieunterricht geschmissen? Inclusive Sexualkunde? Ich stelle mir da gerade unseren Bundespenis vor, wie er mit Schnappatmung und Mimimi im Lehrerzimmer sitzt und herumjammert. 

Haltet einfach die Fresse und lasst die Profis ihren Job machen.

Und geht uns nicht auf den Sack!

Sonntag, 30. August 2026

Kopfhörer im Unterricht

Früher regierte in den Schulen ein strenges Regime. Wenn's zu laut wurde, gab es auch mal mit dem Lineal auf die Finger oder eine Backpfeife. Das habe ich selber noch erleben müssen und es hat mir jahrelang Albträume beschert. Heute ist das vernünftigerweise als Straftat definiert. Man schlägt keine Kinder. Punkt!

Mit der Zeit haben wir auch viel über individuelle Lernschwächen - nenne wir es doch lieber "Besonderheiten" - gelernt und verstehen endlich, dass nicht jedes menschliche Gehirn gleich funktioniert. Manche laufen auf high-speed. Das nennt man dann ADHS. Die Kinder verarbeiten Informationen so schnell, dass sie sich im "normalen" Unterricht (oder in einem "normalen" Gespräch) schnell zu Tode langweilen. Die meisten ADHS-Kinder sind eigentlich normal begabt, aber eben superschnell. Die Verarbeitungsgeschwindigkeit neuer Informationen ist exorbitant, wenn auch die Verarbeitungstiefe oft zu wünschen übrig lässt. Normal, eigentlich. Der Eine kann dies gut, der Andere das.

Die oben skizzierte Lernbesonderheit hatte ich als Lehrer auch im Unterricht. Das Mädchen konnte sich einfach nicht konzentrieren, wenn zu viele ablenkende Geräusche auf sie einschlugen. Auch ich musste von den noise-cancelling-Kopfhörern erst überzeugt werden. Nein: eigentlich wurde ich per ärztlichem Attest dazu gezwungen. Außerdem gewährten wir dem Kind noch bei HÜ's und anderen Überprüfungen ein paar Prozent mehr Zeit. Fand ich zunächst merkwürdig, aber man ist ja lernfähig. Mit der Zeit spielte sich das Verfahren ein: Ich habe sogar immer, bei jeder Überprüfung, meinen Laptop mit einer extragroßen Uhr auf dem Lehrerpult gehabt, damit sie sich, da sie meine Stimme ja nicht hören konnte, visuell über die noch verbleibende Zeit informieren konnte. Und siehe da: Im Laufe von Monaten entwickelte sich die Schülerin von einer schwachen (4-)-Kandidatin langsam nach oben. Toll!

Fun-fact am Rande: Seit ich selber noise-cancelling-Kopfhörer besitze, kann ich den Gewinn an Konzentrationsfähigkeit selber nachvollziehen. Wenn ich meine Tageszeitung, das aktuelle Buch oder meine geliebte "Spektrum der Wissenschaft" im Restaurant oder im Biergarten lesen will, stören mich allzu laute Gespräche am Nachbartisch. Dann also Stöpsel in die Ohren und Ruhe! Wunderbar. Ich höre dann keine Musik, ich nutze nur die Geräuschunterdrückung.

Und jetzt komme ich auf den ersten Absatz zurück: Früher hat man Klassen in der Schule ruhig geprügelt. Die Kinder saßen mit gefalteten Händen an ihren Tischen und wagten es nicht, sich zu mucksen. Deshalb waren Kopfhörer nicht notwendig.

Aber wollen wir wirklich eine solche Prügelpeitsch-Pädagogik? 

Dienstag, 25. August 2026

Megan, Alexandra und Giulia

Megan Rapinoe, Alexandra Popp und Giulia Gwinn sind die drei Fußball-Göttinnen, die mir überhaupt erst gezeigt haben, mit was für einem anmutigen und schönen Sport wir es hier zu tun haben. Ich danke euch von ganzem Herzen dafür.

Sveindís Jónsdóttir und Jule Brand sollen auch nicht unerwähnt bleiben. 

Und alle anderen tollen Spielerinnen, die es auf der Welt gibt. Alle! Sogar die jungen Frauen vom FFC Niederkirchen finde ich großartig!

Ich tauche doch gerade erst ein in diese Welt. Und ich bin geradezu verzaubert!