Dienstag, 25. August 2026

Megan, Alexandra und Giulia

Megan Rapinoe, Alexandra Popp und Giulia Gwinn sind die drei Fußball-Göttinnen, die mir überhaupt erst gezeigt haben, mit was für einem anmutigen und schönen Sport wir es hier zu tun haben. Ich danke euch von ganzem Herzen dafür.

Sveindís Jónsdóttir und Jule Brand sollen auch nicht unerwähnt bleiben. 

Und alle anderen tollen Spielerinnen, die es auf der Welt gibt. Alle!

Ich tauche doch gerade erst ein in diese Welt. Und ich bin geradezu verzaubert!

Sonntag, 9. August 2026

Das ist nicht gut.

Das kann nicht gut sein!
Der Rhein ist meine ursprüngliche Heimat. Ich kenne dieses Fluß seit mehr als sechs Jahrzehnten und ich fühle mich heimatlos, wenn ich woanders leben muss. Da wo der Rhein mit einem kurzen Ausflug erreichbar ist, bin ich Zuhause.

Ich habe an anderer Stelle bereits geschrieben, dass ich den Rhein am Geruch erkennen kann.  Die Luft wird etwas kühler, feuchter und leicht moderig, wenn man sich ihm nähert. Vor Kurzem habe ich ihn noch einmal besucht. Zwischen Bingen und Kaub. 

Dabei habe ich gelernt, dass ich auch noch zwei besondere Zustände am Geruch erkennen kann:

Wenn es zusätzlich zu dem oben beschriebenen auch noch ein Wenig nach faulen Eiern (Schwefelwasserstoff) riecht, dann wurden kleine Seitenarme oder Kolke von der Frischwasserzufuhr abgeschnitten. Das Wasser hat sich erwärmt und durch die sich anreichernden Nährstoffe in dem immer weiter verdunstenden Restwasser hat eine Algenblüte eingesetzt, deren Stoffwechselendprodukte alles höhere Leben absterben lassen. Sauerstoff gibt es in diesem Wasser auch nicht mehr.

Riecht der Moder jedoch eher trocken, dringt einem Staub in die Augen und knirscht zwischen den Zähnen, dann liegen größere Flachwasserbereiche schon seit längerer Zeit trocken. Da leben jetzt nicht mal mehr Algen oder Bakterien.

Von den hydrologischen oder toxikologischen Konsequenzen für die mit dem Rhein kommunizierenden Trinkwasseraquifere will ich gar nicht erst anfangen. Oder von den wirtschaftlichen Folgen der sinkenden Transportkapazitäten. Oder von den ökologischen Folgen für die Tiere im Rhein.

Ich weiß das alles, und zwar seit Jahrzehnten. Ich behaupte nicht rechthaberisch: "Ich hab's euch ja gesagt." - obwohl ich genau das getan habe. Ich bin nur erschrocken darüber, dass ich mit meinen Prognosen so präzise und detailliert richtig gelegen habe, außer mit dem Zeitansatz: Es geht alles viel schneller. Ich hatte mir so gewünscht, dass ich mich irre.

Es hat apokalyptisch ausgesehen, das kann sich kein Roland Emmerich ausdenken. Und es hat gestunken. Ich hatte immer gehofft, dass ich schon tot bin, wenn das passiert. Meine Welt stirbt. Und ich muss dabei zuschauen.

Donnerstag, 9. Juli 2026

Krankmeldungen

Ich weiß nicht, wie oft ich als Vertretungsplaner meiner Schule Kolleg*innen nach Hause geschickt habe mit den Worten: "Kurier' dich erst einmal aus, bevor du hier ganze Klassen und deine Kollegen ansteckst!". Ich habe nicht gezählt, wie oft ich meine Kolleg*innen mit den Worten "Ich will deine Erkältung nicht!" aus meinem Büro verscheucht habe. 

Nach über zwanzig Jahren in dieser Position hatte ich die meisten von ihnen endlich so weit, dass sie bei hochrotzender Erkältung zuhause bleiben, sich zwei Tage lang auskurieren und erst wieder in die Schule kommen, wenn sie wieder gesund sind. Und siehe da: Die katastrophalen Erkältungswellen mit massenweisem Unterrichtsausfall blieben aus. 

Und jetzt dieser Amateurscheiß!

Meine Kolleg*innen werden wieder, wie früher, mit dem Kopf unter dem Arm in die Schule kommen, sich gegenseitig anstecken und ihre Stimmbänder ruinieren. ODER sie gehen am ersten Tag einer Erkrankung zum Arzt, hängen da stundenlang niesend und schneuzend im Wartezimmer ab und verbreiten Bakterien und Viren auf diese Weise.

Welcher Depp hat sich denn das ausgedacht?